Montag, 15. Januar 2018

Kröwopreck und die neurechten Krokodocken

♦♦♦

Kollege Sami Otchi-Chuthi
über die sprachbereichernde Funktion
des Geistes Kröwopreck

♣♣♣

Man mag dem entgegenhalten, daß der Kröwopreck sich umsonst abmüht, da die fortschrittliche Menschheit auch ohne sprachschöpferische Geister in der Lage ist, laufend neue Wörter zu erfinden; und dies ganz ohne unnötige Anregungen, sich um irgendwelchen Inhalt zu kümmern für die neuen Wörter. Mit solchen Wortschöpfungen schlägt und wirft man um sich herum wie der Gehbehinderte, wenn er wütend ist, mit seinen Krücken; und wer sie ernst nimmt, den können sie trotz ihrer Leere ganz empfindlich treffen: du bist ein Verschwörungstheoretiker, dir braucht man gar nicht zuzuhören; der da ist neulinker Putinversteher; und der da vorne, nehmt euch in Acht, neurechter Krokodocke. 
Oder sonstwelche Wörter ohne rechten Inhalt: dieser da ist ein Promi und deshalb bedeutend; und so weiter und so fort.


♦♦♦

Aber da der Kröwopreck nun mal aufgetaucht ist und angefangen hat zu wirken, soll er halt machen. Zudem können Tippfehler viel lustiger und klangvoller sein als all diese lautlich lahmen „Neurechter“, „Putinversteher“, "Verschwörungstheoretiker" oder „Promi“

♦♦♦

Mit tippfehlerischen Grüßen
Euer
Wilhelm von Dorten

 

Sonntag, 9. Juli 2017

Schwippschwager Schwappelmann

♣♣♣

Einer unserer Kollegen, dem das Los zugefallen ist, sich mit den Werken von Kollege Wladimir Nabokov zu beschäftigen, wurde beim Lesen in der Nabokovschen Familiengeschichte plötzlich neugierig, was für eine familiäre Beziehung das ihm ansonsten geläufige russische Wort свояк genauer zum Ausdruck zu bringen pflegt. 
♦♦♦
Und siehe: das ist der Mann der Schwester der Frau. – Daß es irgendwas mit Verschwägertsein zu tun hat, wußte er; aber so genau hatte er es nicht gewußt. Richtig schwindelig wurde ihm von dem, was so detailliert dort geschrieben stand. 
♦♦♦
Er suchte dann auch nach der deutschen Bezeichnung für solchen Mann der Schwester der Frau; und so stieß er zum ersten Male im Leben auf das deutsche Wort Schwippschwager
♦♦♦
Die Kombination der beiden „schw“ mit dem zum „a“ rüberschwappenden „i“ gefiel ihm so gut, daß kurz darauf der Schwippschwager Schwappelmann geboren und als Werk unseres Kollegen Ernst Tirckl-Wolff der Weltliteratur überantwortet wurde.
♦♦♦
Mit schwippschwägerischen Grüßen
Euer 
Wilhelm von Dorten


Samstag, 1. Juli 2017

Wirrnisse auf dem Wege zum Weltenende

♦♦♦

Aus den Werken unseres Kollegen Ernst Tirckl-Wolff.

Auf meine Frage, was ein aus dem Bache herauskraxelnder nasser Fetischist mit dackelfressenden Nashörnern zu tun hat, lautete zunächst die Antwort: daß er solches um des Reimes willen tut. Und, nach kurzem Überlegen: daß selbiger Fetischist auf der Suche nach Fetischen in den Bach gefallen ist und, da er dort nicht bleiben kann, genau im richtigen Moment wieder herauskraxelt.

Wie dem auch sei: eine recht verwirrende Angelegenheit

♦♦♦

Mit wirren Grüßen

Euer

Wilhelm von Dorten

Mittwoch, 22. März 2017

Über Abzweigungen und weiteren Weg

♦♦♦

Das gleiche Thema aus etwas anderem Blickwinkel:

♦♦♦

Mit abzweigerischen Grüßen

Euer

Wilhelm von Dorten