Mittwoch, 25. März 2015

Von Wende versprechenden Zeichen

Dorten_gewaehlte_Buergermeister

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Zum Verfassen oben wiedergegebenen Werkes wurde ich angeregt durch flüchtiges Überfliegen der Schlagzeilen deutscher Massenmedien.

Es ging da, unter anderem, um den Kiewer Bürgermeister Vitali Klitchko, der, als richtiger Bürgermeister, natürlich vom Volke gewählt ist; anders kann das nicht sein; und deshalb geht in obigem Werke nicht nur wegen dem Rhythmus, sondern auch der Sache nach die Rede von gewählten Bürgermeistern.

Dieser Klitchko wurde nun, den Schlagzeilen nach zu urteilen, durch irgendwelche Ereignisse irgendwie herumgeschubst.

Was sehr gut möglich ist.

Bevor Klitchko Bürgermeister von Kiew wurde, war er Boxer; und als Boxer hat er natürlich, physisch betrachtet, einen festen und sicheren Stand und kann nicht einfach nach Belieben hin und her geschoben werden.

Doch dafür ist seine Seele zart und schwächlich und wenig geeignet, all die komplizierten Fragen, denen man als Bürgermeister von Kiew Tag für Tag ausgesetzt ist, in rechter Weise zu verstehen und sich nicht von ihnen herumschubsen zu lassen.

Was genau vorlag, habe ich vergessen; und ich weiß auch nicht mehr, wo die schrägen Wasserfälle herkommen, durch die er hindurchgeschubst wird. Möglich, daß ich mir die einfach bloß ausgedacht habe.

Der Grundton all dieser Schlagzeilen aber klang sehr hoffnungsfroh; und von daher denn auch der optimistische Ausblick auf eine Zeit der Wende.

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Herzlichst
Euer
Wilhelm von Dorten

Kakerlake

Sonntag, 22. März 2015

Über Moral, politische Korrektheit und sonstige Unarten

Nietzsche_Moral

(ein Kollege von mir)

Kakerlake

Nur zur allgemeinen Erinnerung

Selbst bin ich zum Glück nicht betroffen, da ich zutiefst unmoralisch bin wieauch frei von Politischer Korrektheit und verwandten Unarten, und da ich auch nicht die Absicht habe, mich in dieser Hinsicht zu ändern.

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Herzlichst
Euer
Wilhelm von Dorten

Kakerlake

Samstag, 21. März 2015

Mückenfressende Fassisten

Fassistisches

Obiges Sprachkunstwerk gestattete ich mir zu klauen von der Facebook-Seite
"Auslenda nehmn uns der Bildunk weg"

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Selbiges Sprachkunstwerk inspirierte mich
zu unten wiedergegebenen poetischen Zeilen:

***

Die Fassisten fangen Mücken,
sperren sie in Fässer.
Sind die Mücken gut gegoren
werden sie gegessen.

Maden, die im Specke sitzen,
gucken raus und wundern sich,
dass Fassisten Mücken essen;
Mücken schmecken fürchterlich

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Herzlichst,
euer
Wilhelm von Dorten

Freitag, 27. Februar 2015

Der Spaß der westlichen Spaßgesellschaft

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(Und irgendwann versinken sie zur Gänze in ihren Sümpfen;
und dann ist selbst dieser Spaß zu Ende)

Herzlichst

Euer
Wilhelm von Dorten

Schimpanse


Donnerstag, 5. Februar 2015

Von gehabtem und ungehabtem Geld

Geld_hat_man_zu_haben

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Die erste Zeile ist nicht von mir; die stammt von einer deutschen Richterin. Da jener Ausspruch sehr poetisch ist, beschloß ich, ihn einer weitergehenden dichterischen Bearbeitung zu unterziehen.

Wie man mir berichtete, wurden diese Worte einem Sermon entnommen, in welchem besagte Richterin begründet, warum einer dieser deutschen Hartz4-Empfönger aus seiner Wohnung rauszuschmeißen ist.

Selbst wenn die Dame, was den sozialen Kontext ihrer Rechtsprechung betrifft, etwas kurzsichtig scheinen mag, so ist doch ihre poetische Begabung nicht zu übersehen; und vielleicht wurde sie nur deshalb Richterin statt Dichterin, weil sie das 'D' mit dem 'R' verwechselte.

Kann ja passieren.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Wilhelm von Dorten

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Samstag, 17. Januar 2015

Allgemeines zum Phänomen des Zitierens

vondorten

Meine Seite auf Facebook

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Ich kam herab auf die Welt, aufdaß ich den Zitierenden das Wesen des Zitierens aufzeige.

Dem ursprünglichen Ansinnen nach hätte ich nur Blödsinn produzieren sollen; doch passiert es gelegentlich, daß ich mich aus den Gefilden des reinen Blödsinns in nichtblödsinnhafte Bereiche verirre.

Aber das macht nichts.

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Im Allgemeinen ist vor allem das westliche Leben durch Autoritätshörigkeit geprägt.

Wo eine Autorität auftaucht, setzt das Denken – so überhaupt aktiv – automatisch aus, und man überläßt es jenem weisen Manne, der alles viel besser weiß; und dann zitiert man jenen weisen Mann, um zu zeigen, daß man auch weise ist; zumindest weise genug, um solch weise Männer zitieren zu können.

Das ist, glaub ich, schon lange so; bloß wurde es, wie mir scheint, in unseren fortschrittlichen Zeiten noch viel schlimmer als früher.

Schon Goethe machte sich darüber lustig (man sehe nur verschiedene Szenen zwischen Faust und Wagner); bloß ist der Goethe berühmt als ernster Dichter, den man zitiert; und deshalb merkt man es nicht.

Am Gymnasium hatte ich einen Geographielehrer, der seinen ernstgemeinten Ratschlag, immer schön alles aufzuschreiben, mit einem Zitat aus dem Fauste zu würzen pflegte:

'Was man schwarz auf weiß besitzt kann man getrost nach Hause tragen.'

Als ich dann später, gymnasiumunabhängig, jenen Faust als lockere Privatlektüre behandeln durfte, verstand ich, daß der Goethe sich da ganz einfach lustig machte. Was jener Lehrer, in sein autoritätsbestimmtes System eingebunden, natürlich nicht mitbekommen hatte. Durfte er gar nicht; wo kämen wir hin, wenn alle den Goethe sich real zu Herzen nehmen würden.

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Berühmte Autoritäten, die nicht bloß berühmt sind, sondern tatsächlich was zu sagen haben (es gibt auch heute noch solche), müßten, um richtig wirksam werden zu können, unter nichtssagendem Pseudonym ihre Gedanken verstreut in sozialen Netzwerken verbreiten.

Dadurch können sie wenigstens verstreute Einzelne zum Aufmerken bringen; während man das, was sie als berühmte Autoritäten verbreiten, nur zitiert und anschließend zur banalen Tagesordnung übergeht.

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Herzlichst
euer
Wilhelm von Dorten

Goethe