Sonntag, 9. Juli 2017

Schwippschwager Schappelmann

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Einer unserer Kollegen, dem das Los zugefallen ist, sich mit den Werken von Kollege Wladimir Nabokov zu beschäftigen, wurde beim Lesen in der Nabokovschen Familiengeschichte plötzlich neugierig, was für eine familiäre Beziehung das ihm ansonsten geläufige russische Wort свояк genauer zum Ausdruck zu bringen pflegt. 
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Und siehe: das ist der Mann der Schwester der Frau. – Daß es irgendwas mit Verschwägertsein zu tun hat, wußte er; aber so genau hatte er es nicht gewußt. Richtig schwindelig wurde ihm von dem, was so detailliert dort geschrieben stand. 
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Er suchte dann auch nach der deutschen Bezeichnung für solchen Mann der Schwester der Frau; und so stieß er zum ersten Male im Leben auf das deutsche Wort Schwippschwager
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Die Kombination der beiden „schw“ mit dem zum „a“ rüberschwappenden „i“ gefiel ihm so gut, daß kurz darauf der Schwippschwager Schappelmann geboren und als Werk unseres Kollegen Ernst Tirckl-Wolff der Weltliteratur überantwortet wurde.
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Mit schwippschwägerischen Grüßen
Euer 
Wilhelm von Dorten


Samstag, 1. Juli 2017

Wirrnisse auf dem Wege zum Weltenende








Aus den Werken unseres Kollegen Ernst Tirckl-Wolff.

Auf meine Frage, was ein aus dem Bache herauskraxelnder nasser Fetischist mit dackelfressenden Nashörnern zu tun hat, lautete zunächst die Antwort: daß er solches um des Reimes willen tut. Und, nach kurzem Überlegen: daß selbiger Fetischist auf der Suche nach Fetischen in den Bach gefallen ist und, da er dort nicht bleiben kann, genau im richtigen Moment wieder herauskraxelt.

Wie dem auch sei: eine recht verwirrende Angelegenheit

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Mit wirren Grüßen

Euer

Wilhelm von Dorten

Mittwoch, 22. März 2017

Über Abzweigungen und weiteren Weg

















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Das gleiche Thema aus etwas anderem Blickwinkel:

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Mit abzweigerischen Grüßen

Euer

Wilhelm von Dorten


Sonntag, 11. Dezember 2016

Ephemistos

Verstreutes aus den Werken meines altgriechischen Vetters

Ephemistos

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 Mit ephemistischem Gruße

Euer

Wilhelm von Dorten


Freitag, 9. September 2016

Der Willi in den Schachtelhalmwäldern

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Obige Weisheit entdeckte ich in meinem Archiv.
Was ich genau dabei dachte – weiß ich nicht mehr.
Vielleicht hatte ich das Konzept eines längeren Epos vor Augen, das mir während des Anlaufs entschwand und nur den in den Schachtelhalmwäldern herumirrenden Willi zurückließ.
 Könnte sein, wär möglich.
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Mit steinzeitlichen Grüßen
Euer
Wilhelm von Dorten


Freitag, 11. März 2016

Von transzendentalischen Weiten

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Jemand machte den Einwand, im Kantischen Sinne könne es keine transzendentalischen Weiten geben, sondern höchstens transzendentalisch zu erschließende.

Nun gut; da der Kant dieses „transzendental“ bzw. „transzendentalisch“ offenbar erfunden hat, darf er auch bestimmen, in welchem Sinne es zu verwenden ist. 

Doch dafür verstand er nix von der Dichtkunst. 

Würde er was von Dichtkunst verstehen, so müßte er sehen, daß das „transzendentalisch“ lautlich wie rhythmisch hier aufs Beste reinpaßt und daß nur höchste poetische Ignoranz davon absehen könnte, es an dieser Stelle so zu verwenden, wie es, eben, verwendet wurde.

Dafür werden immerhin die betrunkenen Eber in transzendentalische Weiten hineingejagt, und nicht etwa in transzendentalischen Weiten gejagt. Und die beschwipsten Revierförster bleiben im Diesseits.
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Mit kantischem Gruße
Euer
Wilhelm von Dorten